Die klassischen Ernährungsempfehlungen stimmen in westlich orientierten Ländern weitgehend überein – dennoch gibt es immer wieder abweichende oder konträre Theorien zu diesen Empfehlungen. Ein Forscherteam hat daher untersucht, ob es eine Assoziation zwischen dem Befolgen klassischer Ernährungsempfehlungen und dem Mortalitätsrisiko gibt. Das Ergebnis: Es ist lohnenswert, sich an die etablierten Empfehlungen zu halten, da sich so sowohl die kardiovaskuläre und nicht kardiovaskuläre Mortalität als auch die Gesamtmortalität senken lassen. Als Referenz wurden die dänischen Ernährungsrichtlinien herangezogen, die den deutschen sehr ähnlich sind. Im Kern empfehlen die Richtlinien einen Speiseplan mit viel Obst und Gemüse, mehr Fisch, wenig Salz und Zucker und wenigen gesättigten Fettsäuren. Für die Studie wurden über 100 000 Teilnehmer zwischen 20 und 100 Jahren abhängig von ihren Ernährungsgewohnheiten in fünf Adhärenzgruppen eingeteilt und über durchschnittlich neun Jahre beobachtet. In der Gruppe mit der niedrigsten Adhärenz war im Vergleich zur Gruppe mit der höchsten Adhärenz das kardiovaskuläre Mortalitätsrisiko um 30 % erhöht, das nicht kardiovaskuläre Mortalitätsrisiko um 54 % und das Gesamtmortalitätsrisiko um 43 %.

Quelle

Springer Medizin. n.rpv.media/1lb