Die Nutzung von Handys, Tablets, Computern und Spielekonsolen unter Kindern nimmt stetig zu, und die User werden immer jünger. Oft bekommen schon die Kleinsten unter drei Jahren Tablets oder Smartphones zur Ablenkung und Unterhaltung in die Hände. Das bleibt nicht ohne Folgen: Kinderärzte stellen zunehmend Krankheitssymptome fest, die sie auf übermäßigen Medienkonsum zurückführen. Laut der Studie „Smart Aufwachsen 2019?“, die im Auftrag der pronova BKK durchgeführt wurde, sehen Pädiater vor allem einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg von sozialen Auffälligkeiten und Übergewicht bei Kindern und deren steigendem Medienkonsum. In den vergangenen fünf Jahren stellten 79 Prozent der befragten Ärzte verstärkt soziale Auffälligkeiten bei ihren jungen Patienten fest. Die Zunahme von Übergewicht bei Kindern beobachteten 75 Prozent der Ärzte. Vermehrte motorische Defizite wurden von 66 Prozent und Lernentwicklungsstörungen von 59 Prozent der Pädiater diagnostiziert. Eine auf Mediennutzung zurückzuführende Isolation stellten 82 Prozent fest. Ein Drittel der Kinderärzte gab an, zunehmend auch Defizite in der motorischen Entwicklung von unter Dreijährigen zu sehen, die auf zu frühe und intensive Mediennutzung zurückzuführen seien.