Unter dem Sauerstoffmangelsyndrom wird eine Dysfunktion der Mitochondrien verstanden, die meist durch die zerstörerische Wirkung freier Sauerstoffradikale begründet ist. Fortschreitendes Alter, hohe physische (u. a. intensiver Sport) und psychische (u. a. Stress) Belastungen sowie Umwelteinflüsse sind wichtige Risikofaktoren zur Ausprägung eines Sauerstoffmangelsyndroms. Diese degenerativen Prozesse im biologischen Zelle-Mitochondrium-System können von verschiedenen leichteren Funktionsstörungen bis hin zu schwersten Erkrankungen führen. Ernährungs- und gezielte Nährstoffinterventionen helfen, die Leistungsfähigkeit wiederherzustellen, langfristig zu erhalten und eine hohe Lebensqualität trotz leistungsorientierter sportlicher Aktivität oder fortgeschrittenem Alter zu gewährleisten.

Der menschliche Körper benötigt für jeden Stoffwechselprozess Energie. Mitochondrien übernehmen dafür die Energieproduktion. Sie sind die Kraftwerke in nahezu allen Zellen des menschlichen Körpers. Nur Zellen, die keinen Zellkern besitzen, wie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), enthalten keine Mitochondrien. In ihrer inneren Membran wird in der sogenannten Atmungskette der universelle Treibstoff Adenosintriphosphat (ATP) unter Beteiligung von Sauerstoff synthetisiert. Erst durch ATP werden Bewegungen, das Atmen, die Wärmeproduktion und andere Lebensfunktionen ermöglicht. Mitochondrien weisen im Gegensatz zu anderen Zellbestandteilen ein eigenes Erbgut auf, die mitochondriale DNA. Sie vermehren sich durch stetiges Wachstum und Sprossung. Zudem besitzen sie eine äußere und innere Membran und führen eine eigene Proteinsynthese durch.