Bewegung an der frischen Luft gilt als gesund, doch ab gewissen Feinstaubwerten kann Sport im Freien mehr schaden als nützen. Eine großangelegte südkoreanische Studie mit 1,5 Millionen jungen Erwachsenen hat gezeigt, dass ab einer gewissen Luftverschmutzung das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt wird. Ab einem Feinstaubwert von rund 26 µg/m3 für Partikel mit einer Größe von 2,5 µm (PM 2,5) ist körperliche Aktivität im Freien laut den Studienautoren bereits schädlich für das Herz-Kreislauf-System und begünstigt Erkrankungen wie Arteriosklerose, Schlaganfälle und verengte Herzkranzgefäße. Dieser Wert liegt nahe an den Feinstaubgrenzwerten der EU, die bei 25 µg/m3 im Jahresdurchschnitt für PM 2,5 liegen. Lokal und regional werden diese Grenzwerte in Deutschland jedoch immer wieder überschritten, insbesondere im Sommer. Dann sei laut dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) von Sport im Freien abzuraten. Diese Partikelgröße von Feinstaub könne über die Lungenbläschen ins Blut und somit zu allen anderen Organen gelangen. Im Herz und den Gefäßen können dadurch chronische Entzündungen hervorgerufen werden, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Kleinere Partikel können sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden.

Quelle

Informationsdienst Wissenschaft. n.rpv.media/3fk