Panorama
Naturheilpraxis 02/2020

Kava-Kava vor dem endgültigen Aus?

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Im Dezember 2007 widerrief das BfArM die Zulassungen für Kava-Kava-haltige Arzneimittel. Grund dafür waren mögliche Leberschädigungen. Dagegen klagten Hersteller mit Erfolg. 2015 akzeptierte das BfArM das Gerichtsurteil, dass der Widerruf nicht gerechtfertigt sei, wenn andere Maßnahmen das Risiko minimieren können. Dazu gehören unter anderem die Begrenzung der maximalen Tagesdosis und Behandlungsdauer sowie eine Rezeptpflicht. Pflanzliche Arzneimittel mit der Heilpflanze Kava-Kava (Piper methysticum) oder ihren Inhaltsstoffen durften daraufhin in Deutschland wieder auf den Markt kommen.

Mit Bescheid vom 20. Dezember 2019 ordnet das BfArM nun den Widerruf der Zulassung Kava-Kava-haltiger Arzneimittel an. Es folgt damit der Einschätzung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sei wegen der hepatotoxischen und karzinogenen Risiken als negativ zu betrachten. Nicht betroffen sind homöopathische Zubereitungen ab der D4 sowie Arzneimittel, die nach spagyrischer Verfahrenstechnik (nach Zimpel) hergestellt wurden.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung. https://bit.ly/2QCgfUg

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Naturheilpraxis 02/2020

Erschienen am 03. Februar 2020