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Naturheilpraxis 06/2018

Kann Arnica montana Muskelkater lindern?

Die Idee, mit Arnica montana in potenzierter Arzneiform Muskelkater zu behandeln, ist weit verbreitet. Es wurden auch etliche Studien zur Anwendung durchgeführt. Eine Wirksamkeit potenzierter Arnica bei Muskelkater zu belegen, ist bisher allerdings nicht gelungen. Woran dies liegen könnte, wird unter anderem in diesem Beitrag beschrieben.

Ein Beitrag von Roger Rissel
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Grundlegendes zum Muskelkater

Betrachten wir zuerst die Symptome von Muskelkater, und was aus heutiger Sicht dazu führt (1, 2).

Als Muskelkater (auch muskuläre Mikroläsionen oder muskuläre Mikrorisse, engl. DOMS – Delayed Onset Muscle Soreness) wird der Schmerz bezeichnet, der nach ungewohnter oder sehr starker körperlicher Belastung auftritt. Er beginnt nach etwa 1 bis 2 Tagen und hält bis zu einer Woche an. Die betroffenen Muskeln sind etwas geschwollen, steif, kraftlos und schmerzen bei Bewegungen und Druck.

Die Annahme, dass Muskelkater aufgrund der besonderen Stoffwechselsituation bei einer Überanstrengung auftritt, bei der vermehrte Lactatbildung oder andere Stoffwechselprodukte im Muskel entstehen, kann ausgeschlossen werden. Zum einen, weil hohe Lactatwerte vorwiegend bei Belastungen wie einem 400-Meter-Lauf auftreten, während Muskelkater bei sehr unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten auftritt, die nicht mit einer hohen Lactatbildung korrelieren. Zum anderen, weil Lactat sehr schnell wieder abgebaut wird, was nicht dazu passt, dass der Muskelkater erst nach ein oder zwei Tagen auftritt. Der Schmerz ist durch kleine Risse (Mikrorisse, Mikroläsionen) in den Muskelfasern bedingt, die durch zu große Belastung entstehen.

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Naturheilpraxis 06/2018

Erschienen am 01. Juni 2018