Digitale Technologien und Kommunikationsmittel sind allgegenwärtig und setzen uns unter Stress. Eine Studie hat das Phänomen des digitalen Stresses im deutschsprachigen Raum genauer unter die Lupe genommen. Den größten Stress erzeugen demnach sozialer Druck in der digitalen Kommunikation, die mangelnde Nützlichkeit von digitalen Technologien sowie eine gestörte Work-Life-Balance. Laut der Studie sind jüngere Menschen tendenziell stärker von der Digitalisierung gestresst sind als Ältere. Dies liegt vermutlich an der stärkeren Nutzung der digitalen Technologien durch Jüngere, die aufgrund der ständigen Erreichbarkeit und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben durch digitale Kommunikation eher an einer gestörten Work-Life-Balance leiden. Männer empfinden zudem mehr digitalen Stress als Frauen, während ein höherer Bildungsgrad tendenziell zur Stressreduktion beiträgt. Der größte Stressfaktor ist das Gefühl, dass digitale Technologien ungewollte soziale Normen bewirken und beispielsweise eine sofortige Beantwortung von digitalen Nachrichten erwartet wird. Der digitale Stress bringt verschiedene negative Folgen mit sich, die von geringerer Zufriedenheit mit dem Job über emotionale Erschöpfung bis zu einer stärkeren Neigung zu depressiven Symptomen reichen.

Quelle

Befragungsstudie zu digitalem Stress. n.rpv.media/1xh