Etwa ein Drittel aller Demenz-Erkrankungen weltweit wäre vermeidbar, würden Präventionsmaßnahmen konsequent umgesetzt. Durch eine gesunde Lebensweise kann jedermann Erkrankungen an Hypertonie, Adipositas, Diabetes mellitus und Depression vorbeugen. Dies schließt regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf Tabakkonsum bereits mit ein. Auf diese Weise können zugleich die Hauptrisikofaktoren der Demenz vermieden werden. Als besonders relevante Risikofaktoren stufen Experten körperliche Inaktivität und Rauchen ein. Idealerweise sollte man zur Demenz-Prävention daher schon in der Kindheit, spätestens jedoch bis zum Alter von 40 Jahren, regelmäßig einem Ausdauersport nachgehen, da dieser über eine Stimulation verschiedenster Stoffwechselprozesse einen günstigen Einfluss auf den gesamten Organismus hat. Doch letztendlich ist es nie zu spät, durch Sport einen positiven Effekt zu erzielen – selbst wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Auch kognitives Training kann sich lohnen.
Für die Entwicklung einer individuellen Präventionsstrategie müssen vor allem die persönlichen Risikofaktoren frühzeitig erkannt und beeinflusst werden. So kann etwa ein wachsender Bauchumfang mit einer zunehmenden Atrophie der grauen Hirnsubstanz einhergehen. Zudem fördert viszerales Fett chronische Entzündungen. Durch die Messung von Metaboliten im Urin kann ferner das metabolische Alter bestimmt werden, das Auskunft über das individuelle Krankheits-Risikoprofil geben kann. Autorin: Sabine Ritter