Das Mikrobiom im Darm umfasst große Teile unseres Immunsystems und ermöglicht die Versorgung unseres Körpers mit verschiedenen Vitaminen. Dennoch produziert es durch einen niedrigen Ballaststoffanteil in der Nahrung auch Giftstoffe wie p-Cresol, Indoxylsulfat oder Indol-3-Essigsäure. Normalerweise werden diese durch unseren Stoffwechsel gefahrlos weiterverarbeitet. Im Fall einer chronischen Niereninsuffizienz können die sogenannten Urämietoxine jedoch Entzündungen hervorrufen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Brasilianische und australische Wissenschaftler analysierten innerhalb in einer dreimonatigen Studie, ob sich ein präbiotischer Nahrungszusatzstoff wie Inulin zur Reduktion der Toxinlast eignet. Insgesamt 50 Teilnehmer wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt: Die Probanden erhielten täglich eine Dosis von 12 Gramm Inulin, die Kontrollgruppe die gleiche Menge Maltodextrin als Placebo. Die Auswertung von Blutproben ergab, dass der p-Cresol-Spiegel bei der Einnahme von Inulin sank. Für weitere Giftstoffe ergaben sich durch das Präbiotikum keine Auswirkungen.