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Naturheilpraxis 02/2022

Interaktionen zwischen Arzneipflanzen und Medikamenten

Heilpflanzen können die Nebenwirkungen von Medikamenten reduzieren. Im Idealfall lindern sie zugleich die mit den Arzneistoffen behandelten Beschwerden und senken so den Medikamentenbedarf. Dabei sollten eventuelle Wechselwirkungen vermieden werden.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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Die gemeinsame Anwendung von Kräuterrezepturen oder pflanzlichen Präparaten und Medikamenten kann mit Chancen und Risiken für die betroffenen Patienten verbunden sein. Im Idealfall benötigen die Betroffenen weniger Medikamente und vertragen diese besser. Allerdings können eventuelle Wechselwirkungen zwischen den Wirkstoffen und den Arzneipflanzen dazu führen, dass die Wirkung von Arzneistoffen vermindert wird oder das Risiko für Nebenwirkungen zunimmt. Deshalb sollten mögliche Wechselwirkungen immer ausgeschlossen werden.

Die Studienlage zu Interaktionen zwischen Arzneipflanzen und Arzneistoffen ist aktuell noch recht dürftig, da die meisten Publikationen und Erkenntnisse auf in-vitro-Studien basieren. So gibt es Ergebnisse aus Untersuchungen mit isolierten Inhaltsstoffen, doch diese sind nicht 1:1 auf die gesamte Pflanze übertragbar. Zudem ist ein Vergleich der publizierten Daten wegen fehlender Angaben zu den verwendeten Pflanzenteilen nicht oder nur eingeschränkt möglich. Unterschiedliche Anbaugebiete und Erntezeitpunkte können ebenso den Gehalt an Inhaltsstoffen beeinflussen wie die Darreichungsform (Teedroge, Tinktur oder Extrakt). Schließlich sind die allermeisten Arzneipflanzen noch gar nicht untersucht.

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Naturheilpraxis 02/2022

Erschienen am 01. Februar 2022