Aerobes Training könnte die onkologische Prognose von Prostatakrebspatienten verbessern. In einer kleinen randomisierten Studie konnten durch intensives Ausdauertraining prostataspezifische-Antigen-Spiegel (PSA-Spiegel) gesenkt und das Wachstum von Prostatakrebszellen vermindert werden. An der kanadischen Studie nahmen 52 Prostatakrebspatienten mit niedrigem bis günstigem intermediären Risiko teil. Sie standen alle wegen des Tumors unter aktiver Überwachung und wurden randomisiert in eine Interventions- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Interventionsgruppe absolvierte zwölf Wochen lang dreimal wöchentlich ein hochintensives Intervalltraining (HIIT), während die Kontrollgruppe ihr bisheriges Bewegungsverhalten beibehielt. Durch das HIIT verbesserte sich die kardiorespiratorische Fitness der Probanden signifikant und ihr kardiovaskuläres Risiko nahm ab. In der Kontrollgruppe verschlechterte sich die kardiorespiratorische Fitness bis zum Studienende hingegen leicht. Sowohl der PSA-Spiegel als auch die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit wurden in der Interventionsgruppe signifikant reduziert; zudem wurde die Proliferation von Prostatakarzinomzellen unterdrückt. Größere Langzeitstudien müssen diese Erkenntnisse verifizieren.

Quelle

ÄrzteZeitung. n.rpv.media/3xz