Wie die folgende Fallschilderung zeigt, können die Möglichkeiten der integrativen Onkologie das Leben auch schwerstkranker Krebspatienten noch verbessern – nicht nur, aber auch vor allem hinsichtlich ihrer Lebensqualität.

Eine 66-jährige Patientin mit progredientem, in Gehirn und Knochen metastasiertem Adenokarzinom der Lunge (Nichtraucherin) stellte sich Mitte 2019 in unserer Fachklinik für integrative Onkologie1 vor. Die Krankengeschichte zeigte die Bemühung, mithilfe verschiedener Therapieansätze eine rasche Progression bei dieser fortgeschrittenen Tumorerkrankung zu verhindern. Aufgrund von zum Teil stark ausgeprägten Nebenwirkungen mussten Therapien aber immer wieder abgebrochen werden. Bei der Therapieentscheidungsfindung sind Lebensqualität und Wünsche der Patienten sowie die Vermeidung belastender Nebenwirkungen wichtige Parameter.