Eine gesunde Schleimhaut ist in der Regel für Krankheitserreger nur schwer zu durchdringen. Ist jedoch diese Schutzbarriere beeinträchtigt, können Fremdstoffe penetrieren und eine Immunantwort induzieren. Daher gewinnt es mehr denn je an Bedeutung, die natürliche Barrierefunktion der Schleimhäute aufrechtzuerhalten bzw. zu verbessern und somit das Immunsystem zu stärken.

Atmung ist Leben. Gerade in Zeiten einer Coronapandemie wird deutlich, in welchem besonderen Maße die Atemwege den schädlichen Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt sind. Ein komplexes und mehrstufiges Abwehrsystem schützt unseren Organismus vor dem Eindringen von Krankheitserregern. An vorderster Front stehen hierbei die Schleimhäute des Respirationstraktes, da sie direkten Kontakt zur Außenwelt haben.

Zu den Atmungsorganen zählen die oberen luftleitenden Anteile mit Nasen- und Mundhöhle, Nasennebenhöhlen, Rachen und Kehlkopf, die unteren Luftwege mit Luftröhre und dem zur Lunge gehörenden Bronchialbaum sowie die dem Gasaustausch zwischen Luft und Blut dienenden Lungenbläschen, die Alveolen. Die Atemluft tritt aus der Luftröhre in den Bronchialbaum, welcher sich fortlaufend in immer feinere Äste verzweigt. Die Endverzweigungen (Bronchioli) gehen dann in die Alveolengänge über, an denen die Alveolen hängen. Diese haben die Form kleiner Bläschen, die dem Lungengewebe insgesamt ein schwammartiges Aussehen geben. Die hauchdünnen Wände der Alveolen sind von einem Netz kleinster Blutgefäße durchzogen, die einen schnellen Austausch der Atemgase ermöglichen. Jedes Lungenbläschen weist insgesamt etwa 1 000 Kapillaren auf.