Fachforum
Naturheilpraxis 12/2020

Informationsquelle Auge

Sehen, was uns der Patient vielleicht nicht sagt

Oftmals kommen Menschen zu uns, die schon seit Längerem unter Beschwerden leiden, für die es keine klinische Ursache gibt. Als Diagnose bleibt bei ihnen häufig nur die Symptombeschreibung im Sinne eines Krankheitssyndroms übrig. Die Naturheilkunde denkt jedoch in systemischen Zusammenhängen. Diese sichtbar zu erkennen, ist eine Stärke der Augendiagnose: Wir sehen Schwachstellen und Belastungszeichen, die erklären können, warum jemand erkrankt.

Ein Beitrag von Hermann Biechele
Lesezeit: ca. 8 Minuten

Das Auge zeigt konstitutionelle Stärken und Schwächen

Iridologisch bestimmen wir anhand der verschiedenen Zeichen im Auge die Grundkonstitution und mögliche Dispositionen und Diathesen. „Damit steht ein Grundgerüst zur Verfügung, mit welchem der individuelle Mensch iridologisch, im Hinblick auf seine typische Erkrankungsbereitschaft, hinreichend beschrieben werden kann.“ (Willy Hauser). So ergibt sich die iridologische Individualkonstitution als Gleichung aus Grundkonstitution + Disposition(en) + Diathese(n).

Einflüsse aus der Außen- und Innenwelt treffen auf die individuelle Regulations- und Anpassungsfähigkeit eines Lebewesens. Dadurch entscheidet sich, ob ein Organismus unter den gegebenen Umständen gesund bleibt oder krank wird.

Exemplarisch dazu eine Patientengeschichte (s. Abb. 1 und 2): Der Patient erlitt mit 68 Jahren eine Embolie im linken Unterschenkel mit Nekrose von Teilen der Muskulatur. Kurz darauf kam es zu einem akuten Nierenversagen mit mehrwöchiger Dialyse. Schließlich drohte die Dauerdialyse. Nach der Verordnung einer Goldrutentinktur in einem Nierentee aus der heimischen Klosterapotheke kam es zum Umschwung. Der Kommentar der Stationsärztin: „Ohne Ihre starken Nieren hätten Sie das nicht geschafft.“ Die Iris erzählt hingegen etwas ganz Anderes: Die deutlich abgedunkelten Nierensektoren und die zahlreichen Defektzeichen darin signalisieren eindeutig eine genetische Schwachstelle, die unter der akuten Be- und Überlastung eingebrochen ist. Wohlgemerkt: Diese Nierenzeichen sind genetisch und waren schon jahrzehntelang erkennbar – ohne klinischen Hinweis auf eine Niereninsuffizienz.

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Naturheilpraxis 12/2020

Erschienen am 01. Dezember 2020