Zur Stabilisierung der körpereigenen Immunabwehr und Prävention von Infektionskrankheiten sollte gerade bei immunschwachen Patienten neben gesunder Ernährung und Lebensweise auf eine optimale Versorgung mit Biofaktoren geachtet werden, insbesondere mit dem Spurenelement Zink. Es beeinflusst die zellulären und humoralen Komponenten des angeborenen und des erworbenen Immunsystems. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Informationen zum Thema Zink praxisorientiert zusammen.

Das körpereigene Immunsystem lässt sich in drei Barrieren einteilen: die allgemeine Abwehr mit Haut, Magensäure und Darmflora, die zelluläre Abwehr mit Fress-, Killer- und Gedächtniszellen sowie Enzymen und die humorale Abwehr mit Antikörpern und Interferonen. Alle Teile des Immunsystems benötigen für ihre physiologischen Aufgaben ausreichende Mengen Zink. Unter den essenziellen Biofaktoren, die für die intakte Immunabwehr nötig sind, spielt Zink daher eine herausragende Rolle (1, 2).