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Naturheilpraxis 11/2021

Immunsystem stärken – Zinkmangel vermeiden

Zur Stabilisierung der körpereigenen Immunabwehr und Prävention von Infektionskrankheiten sollte gerade bei immunschwachen Patienten neben gesunder Ernährung und Lebensweise auf eine optimale Versorgung mit Biofaktoren geachtet werden, insbesondere mit dem Spurenelement Zink. Es beeinflusst die zellulären und humoralen Komponenten des angeborenen und des erworbenen Immunsystems. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Informationen zum Thema Zink praxisorientiert zusammen.

Ein Beitrag von Dr. Daniela Birkelbach
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Sadovnikova Olga / shutterstock.com

Das körpereigene Immunsystem lässt sich in drei Barrieren einteilen: die allgemeine Abwehr mit Haut, Magensäure und Darmflora, die zelluläre Abwehr mit Fress-, Killer- und Gedächtniszellen sowie Enzymen und die humorale Abwehr mit Antikörpern und Interferonen. Alle Teile des Immunsystems benötigen für ihre physiologischen Aufgaben ausreichende Mengen Zink. Unter den essenziellen Biofaktoren, die für die intakte Immunabwehr nötig sind, spielt Zink daher eine herausragende Rolle (1, 2).

Zink wirkt sowohl auf Komponenten der zellulären als auch der humoralen Immunität. Ein Zinkmangel fördert eine Dysbalance zwischen Typ1- und Typ2-T-Helferzellen, was die zelluläre und humorale Abwehr negativ beeinträchtigt. Der Biofaktor beeinflusst Funktionen und Aktivität von Zellen der angeborenen und erworbenen Immunabwehr, wie neutrophile Granulozyten, Monozyten und Makrophagen, NK-Zellen und dendritische Zellen sowie T- und B-Lymphozyten (3). Unter einem Zinkdefizit kommt es zu einer Überproduktion proinflammatorischer Zytokine und gleichzeitig nimmt die Zahl der naiven B-Zellen ab, was die spezifische Immunantwort durch Antikörperbildung reduziert (4, 5).

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Naturheilpraxis 11/2021

Erschienen am 02. November 2021