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Naturheilpraxis 04/2022

Immer schön geschmeidig bleiben

Unsere Haut hat viele Aufgaben. Besonders wichtig ist ihre Barrierefunktion, die Krankheitserreger und Schadstoffe aus der Umwelt daran hindert, in den Körper einzudringen. Trockene Haut verliert diese Barrierefunktion und ist damit ein Nährboden für die Entstehung verschiedener Krankheiten. Zum Glück lässt sich einiges dafür tun, die Hautfeuchte zu erhalten.

Ein Beitrag von Dr. Larissa Tetsch
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Gesunde Haut ist nicht nur schön – sie ist für uns auch überlebensnotwendig. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, eine Barriere zu bilden, die den Körper gegenüber der Umwelt abgrenzt. Dazu sind die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) der obersten Hautschicht (Epidermis) so nebeneinander angeordnet, dass sie einen festen Verbund bilden. Als weiterer Schutz ist dieser Hautschicht die Hornschicht aus abgestorbenen Hornzellen (Korneozyten) aufgelagert, in die außerdem wasserabweisende Fette eingelagert sind. Zu ihnen gehören Ceramide, Cholesterol und Fettsäuren, unter denen wiederum mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und Gamma-Linolensäure besonders bedeutsam sind. Sie bilden gemeinsam den sogenannten Hydrolipidfilm, der ein Eindringen von Krankheitserregern, Allergenen und Umweltgiften wirksam verhindert. Die Barrierefunktion der Haut funktioniert aber in beide Richtungen. Nicht nur gelangt nichts von außen nach innen, die Hautbarriere verhindert auch, dass Wasser über die Haut nach außen verloren geht.

Damit die Haut ihre Barrierefunktion wahrnehmen kann, muss sie elastisch sein. Dafür wiederum ist eine ausreichende Hautfeuchte wichtig. Ist die Haut zu trocken, bilden sich kleine Risse, über die Allergene, reizende Substanzen und Krankheitserreger eindringen können. Die Folge sind kleine Entzündungsreaktionen in tieferen Hautschichten – die Haut rötet sich und juckt. Schwachstellen in der Hautbarriere sind aber nicht nur die Folge von Hauttrockenheit, sondern auch die wichtigste Ursache dafür, denn über eine undichte Oberhaut geht Wasser verloren. Hier wird deutlich, wie eng Hautbarriere und Hautfeuchte zusammenhängen: Ist erst einmal eine Bresche in diese Verteidigungslinie der Haut geschlagen, entsteht ein Teufelskreis, der durch eine gezielte Pflege und manchmal zusätzlich mithilfe von entzündungshemmenden Wirkstoffen aufgehalten werden muss.

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Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022