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Naturheilpraxis 06/2020

Immer mehr Menschen kranken an schmutziger Luft

Zu früh sterben in Deutschland pro Jahr 43 000 Menschen an Krankheiten, die Folgen von Feinstaub- und Ozonbelastung sind. Die ernüchternde Bilanz des ICCT Berlin toppen Mainzer Forscher, die auf 120 000 Todesfälle hochgerechnet haben. Auch wenn die Zahlen eher auf Statistik-Papieren stehen als in Patientenakten, geben sie deutlich Auskunft darüber, dass Ursachen für Krankheit und Tod immer häufiger in der Umwelt zu finden sind.

Ein Beitrag von Martina Schneider
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Feinstaub und Ozon verursachen in Deutschland der jüngsten Hochrechnung zufolge pro Jahr etwa 43 000 vorzeitige Todesfälle. „13 000 davon sind zurückzuführen auf den Verkehr“, erklärt Dr. Peter Mock, ICCT-Europachef und Geschäftsführer in Deutschland. ICCT steht für International Council on Clean Transportation Europe gemeinnützige GmbH, Berlin, gegründet wurde die Hauptniederlassung 2005 in Washington/USA. „Das entspricht aktuell fast 17 frühzeitigen Todesfällen pro 100 000 Einwohner“, rechnet Mock weiter. Die Zahl liege etwa 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt.

Neutrale Analysen

Das ICCT, im Deutschen Internationaler Rat für sauberen Verkehr genannt, ist eine gemeinnützige Organisation, deren Mitstreiter sich dafür einsetzen, erstklassige und von Lobbyisten unbeeinflusste Forschung zu betreiben und technische und wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden zu erstellen. Das Ziel steckt Chemiker Mock ab: „Wir wollen Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz von Straßen-, See- und Luftverkehr verbessern, um die öffentliche Gesundheit zu fördern und die globale Erwärmung zu mildern.“

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Naturheilpraxis 06/2020

Erschienen am 02. Juni 2020