Zu früh sterben in Deutschland pro Jahr 43 000 Menschen an Krankheiten, die Folgen von Feinstaub- und Ozonbelastung sind. Die ernüchternde Bilanz des ICCT Berlin toppen Mainzer Forscher, die auf 120 000 Todesfälle hochgerechnet haben. Auch wenn die Zahlen eher auf Statistik-Papieren stehen als in Patientenakten, geben sie deutlich Auskunft darüber, dass Ursachen für Krankheit und Tod immer häufiger in der Umwelt zu finden sind.

Feinstaub und Ozon verursachen in Deutschland der jüngsten Hochrechnung zufolge pro Jahr etwa 43 000 vorzeitige Todesfälle. „13 000 davon sind zurückzuführen auf den Verkehr“, erklärt Dr. Peter Mock, ICCT-Europachef und Geschäftsführer in Deutschland. ICCT steht für International Council on Clean Transportation Europe gemeinnützige GmbH, Berlin, gegründet wurde die Hauptniederlassung 2005 in Washington/USA. „Das entspricht aktuell fast 17 frühzeitigen Todesfällen pro 100 000 Einwohner“, rechnet Mock weiter. Die Zahl liege etwa 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt.