Fachforum
Naturheilpraxis 10/2018

Hyperlipidämie

Artischocke und Mariendistel als Alternative zur Statintherapie?

Mehr als 50 % der über 40-Jährigen in den westlichen Industrieländern leiden unter Fettstoffwechselstörungen, die sich als Hypercholesterinämie (Gesamtcholesterin > 200 mg/dl) und/oder Hypertriglyceridämie (Triglyceride > 200 mg/dl) manifestieren. Zur Prävention und Therapie werden Statine eingesetzt, die jedoch zahlreiche Nebenwirkungen haben können. Phytotherapeutika wie Artischocke und Mariendistel sind nebenwirkungsarm – aber können sie als therapeutische Alternative überzeugen?

Ein Beitrag von Dr. med. Monika Wiewer-Hoffmann
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Erhöhte Blutfettwerte, hier besonders das LDL (low density lipoprotein), finden sich oft gemeinsam mit weiteren Erkrankungen, z. B. dem metabolischen Syndrom, stammbedingter Adipositas, gestörter Glukoseintoleranz, Hypertriglyceridämie, Fettleber, Verminderung des HDL-Cholesterins und arterieller Hypertonie (1, 2). Zusammen mit Rauchen und Diabetes zählen diese Erkrankungen zu den Hauptrisikofaktoren für die koronare Herzkrankheit, Arteriosklerose und weitere mit Arteriosklerose assoziierte Herz-Kreislauf-Erkrankungen (3). Zahlreiche Studien bestätigen, dass Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Lipidwerten die Lebenserwartung signifikant verkürzen.

Zur Prävention und therapeutisch werden deshalb seit Jahren Statine eingesetzt, die auch als Cholesterinsynthese-Enzymhemmer (CSE-Hemmer) oder HMG-CoA-Reduktasehemmer bekannt sind. Laut WOS-Studie sind Statine die wirksamsten LDL-senkenden Medikamente (4). Sie vermindern das Herzinfarktrisiko und die Gesamtmortalität bei der Primär- und Sekundärprävention der KHK (5, 6).

Weltweit nehmen über 200 Millionen Menschen, davon ca. 4,5 Millionen Deutsche, täglich synthetische Cholesterinsenker (Statine) ein, die zu zahlreichen Nebenwirkungen wie Myopathien, Gelenkschmerzen oder Depressionen führen können. Das Risiko, durch die langjährige Einnahme von Statinen einen Diabetes mellitus auszulösen, liegt je nach Wirkstoff bei 10 bis über 20 %. Neuere Studien konnten sogar ein Risiko von 50 % bei Frauen in der Postmenopause nachweisen (7).

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Naturheilpraxis 10/2018

Erschienen am 01. Oktober 2018