Fachforum
Naturheilpraxis 06/2022

Hormonelle Turbulenzen ganzheitlich begleiten

Die Jahre rund um die Menopause sind für den weiblichen Körper eine große Umstellungsphase. Mit der Beendigung der fruchtbaren Phase muss sich das gesamte Hormonsystem neu ausrichten. Kann "Frau" sich in dieser Zeit ganz auf sich besinnen und in ihrem inneren Gleichgewicht bleiben, läuft dieser natürliche Vorgang oftmals völlig ohne unangenehme Symptome ab. Wer sich jedoch nicht ganz frei machen kann von äußeren Einflüssen und familiären oder arbeitsbezogenen Stressoren, neigt dazu, unter hormonellen Achterbahnfahrten mit Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und anderen Symptomen zu leiden.

Ein Beitrag von Christine Baumann
Lesezeit: ca. 8 Minuten
CalypsoArt / shutterstock.com

In der Pflanzenwelt finden wir Helfer, die – im Idealfall durch die Hand des Alchemisten in ihrer Wirkung zur Vervollkommnung gebracht – hormonelle Dysbalancen ausgleichen, die in der Zeit besonders geforderten Entgiftungsorgane stärken und die Psyche stärken können.

Ananas

Die in der Ananas enthaltenen Enzyme und ihre positiven Auswirkungen auf die Gesundheit sind seit Langem bekannt. Extrakte aus der Königin der Südfrüchte wirken nicht nur bei dyspeptischen Beschwerden und leichten Pankreasstörungen. Auch zur Aktivierung des Stoffwechsels und zur Linderung von Ödemen werden sie verwendet. Sie fördern den Wundschluss, modulieren das Immunsystem und sind sogar in der Lage, Nebenwirkungen von Chemotherapien im Rahmen einer Krebsbehandlung zu mildern. Da die Ananas auch mild hormonregulierend wirkt und die antiinflammatorischen Eigenschaften ihrer Inhaltsstoffe hilfreich sind bei Gelenkbeschwerden aller Art, ist sie eine große Unterstützung, wenn rund um die Menopause die Glieder schmerzen.

Brokkoli

Der Brokkoli ist ein echter Tausendsassa unter den Gemüsen. Unzählige Studien konnten krebsfeindliche, entzündungswidrige, stoffwechselaktivierende, blutzuckerregulierende oder stark antioxidative und immunmodulierende Eigenschaften bestätigen. Als Frauengemüse ist er bekannt, weil er östrogenregulierende sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Insbesondere die Entstehung tumorwachstumsfördernder Östrogenabkömmlinge bremst er aus. Außerdem kann Brokkoli dabei helfen, Wassereinlagerungen im Gewebe zu verhindern oder abzumildern. Er unterstützt das Muskelwachstum und stärkt die Knochen. Dass er auch die Gehirn- und Nervenleistung verbessert, macht ihn zu einem hervorragenden „Well-Aging-Gemüse“.