„Bier und Brot macht Wangen rot.“ Dieses Sprichwort belegt einmal mehr die Verbundenheit der Deutschen mit dem Gerstensaft. Nach wie vor rangiert er auf den vorderen Plätzen der Getränkerangliste. Nach dem Volksmund kommt mittlerweile aber auch die Forschung auf den Geschmack. In einer noch unveröffentlichten Studie untersucht ein Wissenschaftlerteam aus Nürnberg entzündungshemmende Eigenschaften der Bierinhaltsstoffe Xanthohumol und Iso-Alphasäuren. Diese Bestandteile haben für sich genommen einen positiven Einfluss auf die Leber bzw. den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Eine Kombination beider Stoffe in niedriger Konzentration reduziere die Produktion von Entzündungsfaktoren in Leber- und Blutzellen deutlich, so die Forscher.
Daher sehen sie Potenzial für den Einsatz bei Fettleibigkeit und bei der Behandlung bzw. Prävention von Leberschäden. Problematisch bleibt allerdings die gegenteilige Wirkung des Alkohols. Die Wissenschaftler schlagen vor, die positive Wirkung durch alkoholfreies Bier oder andere hopfenhaltige Nahrungsmittel und Getränke zu erzielen. Auch weitergehende Forschung an der Wirkungsweise auf molekularer Basis könne neue Wege aufzeigen.