Fachforum
Naturheilpraxis 07/2020

Homöopathiekritik – ein Faktencheck

Aktuell wird die Kritik an der Homöopathie mit sehr viel Energie betrieben. Dabei werden der homöopathischen Therapie positive Wirkungen auf Patienten durchaus zugestanden. Diese beruhten allerdings nicht auf der pharmakologischen Wirksamkeit der homöopathischen Arzneien, sondern auf Placebo-Effekten1. Dass homöopathische Arzneimittel keine pharmakologische Wirkung haben könnten, ist somit ein wesentlicher Kritikpunkt, den wir im Folgenden einem Faktencheck unterziehen.

Ein Beitrag von Roger Rissel
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Das, was Samuel Hahnemann vor mehr als 200 Jahren als Homöopathie begründete, zeigt sich heute als ein recht komplexes Feld mit unterschiedlichen Abwandlungen. Neben der auf den allgemeinen und individuellen Krankheitszeichen eines Patienten beruhenden Arzneimittelwahl wird die Anwendung von bestimmten homöopathischen Arzneien aufgrund einer Indikation, bei der sich das Arzneimittel vielfach bewährt hat, praktiziert. Außerdem gibt es homöopathische Komplexmittel, die zum Teil auf eine Indikation bezogen sind und ohne Indikationsangabe im Handel sind.

Was alles unter die Bezeichnung „Homöopathische Arzneimittel“ fällt, ist vielfältig. So zählen auch spagyrische Arzneimittel dazu, obwohl der Hintergrund ihrer Anwendung nicht auf der Verordnung nach Symptomenähnlichkeit beruht.

Allgemeine Behauptungen, dass in den homöopathischen Arzneien „nichts drin“ sei und sie deshalb nicht wirken könnten, trifft – wenn überhaupt – nur auf einen Teil der angewendeten homöopathischen Arzneimittel zu. Die Kritiker beziehen sich auf Hochpotenzen und verallgemeinern die angebliche Unwirksamkeit auf alle homöopathischen Arzneimittel, einschließlich derer, in denen noch Wirksubstanz vorhanden ist. Auch die Herstellungsverfahren für Homöopathika werden kritisiert, und der Arzneimittelstatus der homöopathischen Arzneimittel wird infrage gestellt. Diese drei Aspekte der Kritik sind Gegenstand des Faktenchecks.

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Naturheilpraxis 07/2020

Erschienen am 01. Juli 2020