Personen generalisierten Schmerzen haben wohl ein erhöhtes Risiko für Demenz und Schlaganfall. Das geht aus einer chinesischen Analyse der Langzeit- und Mehrgenerationenstudie Framingham Heart Study hervor. Die Forschenden werteten die Daten von rund 2 460 Teilnehmenden dieser Studie aus, bei denen umfassende körperliche Untersuchungen sowie Labortests durchgeführt wurden. Zudem waren sie einer detaillierten Schmerzbeurteilung unterzogen worden. Die Personen wurden anhand dieser Beurteilung in drei Schmerzgruppen eingeteilt: generalisierte Schmerzen, andere Schmerzen und keine Schmerzen. Generalisierte Schmerzen waren definiert als Schmerzen auf beiden Seiten des Körpers, oberhalb und unterhalb der Taille, am Schädel sowie an der Wirbelsäule und den Rippen. Insgesamt fielen 14 Prozent der Personen in diese Schmerzgruppe. Schmerzen in nur einem oder mehreren Gelenken galten als „andere Schmerzen“. Die Personen mit generalisierten Schmerzen hatten im Vergleich zu den anderen Schmerzgruppen ein um 43 Prozent höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken; das Risiko für Alzheimer war sogar um 47 Prozent höher. Das Schlaganfallrisiko der Gruppe mit generalisierten Schmerzen war um 29 Prozent höher.

Quelle

Ärzteblatt. n.rpv.media/3xx