Eine gesunde, fettarme Ernährung kann vermutlich die Lebenserwartung von Brustkrebspatientinnen verlängern. Dies ergab eine Studie der Women’s Health Initiative (WHI) mit 48 835 postmenopausalen Frauen. Ein Teil der Teilnehmerinnen senkte, unterstützt durch Ernährungsberatung, den Fettanteil ihrer täglichen Kalorienzufuhr von ursprünglich mehr als 32 % auf 20 % und verzehrte mehr Obst, Gemüse und Getreide. Die Kontrollgruppe veränderte ihre Ernährungsgewohnheiten nicht.
Unter den Teilnehmerinnen, die ihre Ernährung umgestellt hatten und im Verlauf der Studie an Brustkrebs erkrankten, traten signifikant seltener Estrogenrezeptor-positive, Progesteronrezeptor-negative Tumore mit schlechter Prognose auf als in der Kontrollgruppe. Außerdem starben aus dieser Interventionsgruppe während der gut 11 Jahre langen Nachbeobachtungsphase 14 % Frauen weniger an Brustkrebs. Zudem wurden signifikant seltener Todesfälle beobachtet, die durch andere Tumore oder kardiovaskuläre Erkrankungen bedingt waren. Unklar ist allerdings, welchen Anteil die Ergebnisse darüber hinaus beeinflussten. Autorin: Sabine Ritter