Mit dem überwiegenden Verzehr von Fertiggerichten ist eine höhere Kalorienaufnahme verbunden. Eine amerikanische Studie mit 20 Freiwilligen bestätigte mehrere Erklärungen für diese Tatsache. Die Hälfte der Teilnehmer ernährte sich zwei Wochen lang hauptsächlich von stark verarbeiteten Lebensmitteln, während die andere Hälfte frisch zubereitete Speisen mit Gemüse, Obst und Nüssen erhielt. Nach zwei Wochen tauschten die Gruppen den Ernährungsplan. Die Probanden durften in beiden Studienphasen so viel essen, wie sie wollten. Es zeigte sich, dass sie von Fertiggerichten mehr aßen als von frischen Mahlzeiten und dadurch im Schnitt täglich 500 kcal mehr aufnahmen. Die Folge: Sie nahmen in dieser Zeit etwa ein Kilogramm zu. Die Forscher hatten dafür gesorgt, dass die Nährstoffzusammensetzung der Speisepläne in beiden Gruppen weitgehend gleich war. Allerdings enthielten die Fertiggerichte weniger Proteine und mehr schnell verfügbare Zucker, während die frischen Gerichte einen höheren Gehalt an unlöslichen Ballaststoffen hatten. Dieser höhere Zuckergehalt könnte den Appetit der Teilnehmer angeregt haben. Da die zusätzlichen Kalorien vornehmlich in Form von Fett und Kohlenhydraten aufgenommen wurden, vermuten die Wissenschaftler aber auch, dass die Testpersonen von den verarbeiteten Speisen mehr essen mussten, um ihren Eiweißbedarf zu decken. Außerdem mussten die Probanden die Fertiggerichte weniger kauen, da sie weicher waren als die Gerichte auf Basis frischer Zutaten. Autorin: Sabine Ritter