Tiere nutzen die Heilkräfte der Erde instinktiv, und auch den Menschen ist die natürliche Heilkraft besonderer Erden schon seit Langem bekannt. Dennoch wurde die Therapie mit Heilerde erst vor gut einhundert Jahren gängig.

Seit Jahrtausenden spielen besondere Erden (Heilerden) eine wichtige Rolle bei der natürlichen inneren wie äußeren Behandlung von Mensch und Tier. Bei Expeditionen in andere Kontinente konnte u. a. beobachtet werden, dass verletzte Tiere an einigen Wasserstellen länger stehen blieben, als zum Trinken notwendig war. Die Gründe hierfür waren zunächst nicht transparent, bis wissbegierige Beobachter anhand von Bodenproben die Heilkräfte der besonderen Erden an solchen Wasserstellen nachwiesen. Dieses Beispiel zeigt, dass es sich lohnt, das instinktive Verhalten von Tieren konkret zu hinterfragen und zu erforschen, um daraus auch Nutzen für uns Menschen zu ziehen. Wildschweinrudel suhlen sich genussvoll in Schlammbädern, um z. B. lästige Plagegeister wie Milben loszuwerden. Vögel bevorzugen für die Feder- und Hautpflege Sand. Bei kleinen Kindern lässt sich beobachten, dass sie Sand essen, z. B. aus dem Sandkasten, wenn sie Verdauungsbeschwerden haben bzw. an einem noch unerkannten Wurmbefall im Darm leiden. Dies scheint ein instinktives Verhalten zu sein, das bei Kindern nach wie vor vorhanden ist, auch wenn es bisher wenig hinterfragt und untersucht wurde.