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Naturheilpraxis 02/2021

Histamin

Herr S. sitzt uns in der Praxis gegenüber und klagt über chronischen Durchfall mit Bauchschmerzen, chronischen Schnupfen, regelmäßige Kopfschmerzen, plötzliches Herzklopfen und Hautausschläge. Er hat über ein Labor Stuhl eingeschickt. Der auffälligste Parameter war ein stark erhöhter Histaminspiegel. Kann der erhöhte Histaminspiegel mit den Symptomen des Patienten zusammenhängen? Woher kommt das Histamin? Und vor allem: Wie können wir therapeutisch intervenieren?

Ein Beitrag von Fabian Müller
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Histamin ist ein biogenes Amin. Unser Körper produziert es hauptsächlich in den basophilen Granulozyten und Mastzellen. Es entsteht durch Decarboxylierung aus der Aminosäure L-Histidin mittels des Enzyms Histidindecarboxylase. Histamin wird in den Zellen in Vesikeln gespeichert. Die Zellen schütten es unter anderem bei Entzündungen und Allergien aus. Aber auch viele Nahrungsmittel enthalten Histamin. Es entsteht durch von Bakterien oder Pilzen ausgelöste Reifungsprozesse. Je länger der Reifungsprozess andauert, desto höher ist der Histamingehalt des Nahrungsmittels. Weiterhin produzieren auch bestimmte Keime in unserer Darmmikrobiota Histamin.

Welche Symptome macht Histamin?

Passen denn nun die Symptome unseres Patienten Herrn S. zu dem Verdacht, dass seine Beschwerden durch Histamin ausgelöst werden? Egal, wo nun das Histamin herkommt, es erzeugt immer die gleichen Symptome. Dazu gehören Kopfschmerzen, Tachykardie, Extrasystolen, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall, Bauchschmerzen, Sodbrennen und Brechreiz, sowie Hypotonie, Schwellung der Augenlider, Gewebeödem und eine laufende Nase. Auch Hautrötung, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Gliederschmerzen und Regelbeschwerden treten regelmäßig auf.

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Naturheilpraxis 02/2021

Erschienen am 02. Februar 2021