Schwerpunkt
Naturheilpraxis 04/2021

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Natürliche Prävention mit sekundären Pflanzenstoffen

An Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland zwar immer weniger Menschen. Allerdings bleiben kardiovaskuläre Erkrankungen trotz aller Fortschritte auch weiterhin mit Abstand die Todesursache Nummer eins in Deutschland mit 37,2 Prozent der Todesfälle. So stand es 2019 im Herzbericht der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK; 1). Grund genug für jeden Therapeuten also, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ernstzunehmen.

Ein Beitrag von Dr. Anja Bettina Irmler
Lesezeit: ca. 9 Minuten
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Die DGK beobachtet eine weitere beunruhigende Entwicklung: Deutlich mehr Menschen mussten wegen Erkrankungen des Herzens in Krankenhäusern behandelt werden als noch vor wenigen Jahren. 2017 gab es aufgrund von Herzerkrankungen mehr als 1,71 Millionen Krankenhauseinweisungen: über 37 800 mehr als noch 2015. Zur Vorbeugung gehört neben einem gesunden Lebensstil auch eine gesunde Ernährung. Immer mehr Studien offenbaren, dass insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe eine gute Möglichkeit der natürlichen Prävention bieten.

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Einige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht beeinflussbar. Dazu gehören das höhere Alter, das Geschlecht (Frauen sind durch ihre Hormone bis zur Menopause weitgehend geschützt; etwa zehn Jahre nach der Menopause haben sie jedoch keinen Vorteil mehr) und die familiäre Veranlagung. Andere Risikofaktoren können jedoch aktiv beeinflusst werden. So sind ein Drittel aller Herz-Kreislauf-Krankheiten auf erhöhten Nikotin- und Alkoholkonsum, hohe Blutfettwerte und Übergewicht zurückzuführen. Auch Diabetes, Bewegungsmangel und psychosozialer Stress können Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.