Das Endresultat der Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Zerstörung des Schilddrüsengewebes durch den fehlgeleiteten Immunprozess. Welche Mechanismen die Immunreaktion auslösen, ist bisher noch weitgehend unbekannt bzw. wissenschaftlich nicht erwiesen. Häufig hat die Erkrankung Auswirkungen auf den gesamten Organismus einschließlich Hormonsystem, wobei der Verlauf individuell sehr stark variieren kann.

Die Hashimoto-Thyreoiditis (Synonym: chronische lymphozytäre Thyreoiditis, Autoimmunthyreoiditis) ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Sie ist die häufigste Ursache einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Seit der erstmaligen Beschreibung des Krankheitsbildes im Jahre 1912 von dem in Berlin tätigen japanischen Chirurgen Hakaru Hashimoto nimmt die Krankheit stetig zu. Mittlerweile leiden in Deutschland Millionen an der Autoimmunerkrankung. Frauen in der 3.–5. Lebensdekade sind in etwa 10- bis 20-mal häufiger betroffen als Männer.