Fachforum
Naturheilpraxis 12/2020

Harnwegsinfekte

Traditionelle Pflanzen für Harnblase, Harnleiter und Nierenbecken

Infektiöse Entzündungen der Harnwege zählen zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen des Menschen. Gehäuft treten sie bei jungen Frauen und alten Männern auf. Zwischen diesen Personengruppen gibt es keine Gemeinsamkeit; die infektiösen Entzündungen haben unterschiedliche Gründe. Der Beitrag beschreibt die Ursachen und die Aspekte einer erfolgreichen Therapie.

Ein Beitrag von Günther H. Heepen
Lesezeit: ca. 6 Minuten

Frauen sind wegen ihrer kurzen Urethra besonders anfällig für Infektionen, ebenso sind sie aufgrund von Schwangerschaften stärker gefährdet. Bei alten Männern kommt es häufig aufgrund einer (benignen) Prostatahypertrophie (BPH) zum Harnstau mit der Folge einer Entzündung.

In der Regel sind bei Frauen und Männern Kolonkeime die Verursacher der Infektion (E. coli, Klebsiella und Proteus). Beide Personengruppen sind zusätzlich besonders gefährdet, wenn eine reduzierte Immunabwehr vorliegt. Das zuerst befallene Organ ist stets die Harnblase. Wird nicht rechtzeitig und fachgerecht behandelt, besteht die Gefahr einer bakteriellen akuten oder chronischen Pyelonephritis. Ebenso können eine Pyelitis und eine Urethritis ausgelöst werden.

Die Keime gelangen stets über die Urethra in die Harnblase und lösen die akute Urozystitis (gemeinsame Entzündung von Harnblase und Harnröhre) aus. Die Symptome sind Dysurie, Nykturie sowie Harndrang mit häufiger und schmerzhafter Miktion. Polyurie und schmerzhafte Miktion belasten am meisten. Urindiagnostisch finden wir (nicht immer) Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit als erhöhte Werte – allerdings sind die meisten Bakterien Nitritbildner, wie leicht über einen Combur-9-Test festgestellt werden kann. Die Ursachen sind neben einer Unterkühlung (z. B. eine Barfuß-Wattwanderung, Sitzen auf kalten Steinen, Rollerfahren ohne Nierengurt) unsachgemäße Unterwäsche oder fehlerhafte Wischtechnik nach dem Stuhlgang (bei Frauen).

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Naturheilpraxis 12/2020

Erschienen am 01. Dezember 2020