Infektiöse Entzündungen der Harnwege zählen zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen des Menschen. Gehäuft treten sie bei jungen Frauen und alten Männern auf. Zwischen diesen Personengruppen gibt es keine Gemeinsamkeit; die infektiösen Entzündungen haben unterschiedliche Gründe. Der Beitrag beschreibt die Ursachen und die Aspekte einer erfolgreichen Therapie.

Frauen sind wegen ihrer kurzen Urethra besonders anfällig für Infektionen, ebenso sind sie aufgrund von Schwangerschaften stärker gefährdet. Bei alten Männern kommt es häufig aufgrund einer (benignen) Prostatahypertrophie (BPH) zum Harnstau mit der Folge einer Entzündung.

In der Regel sind bei Frauen und Männern Kolonkeime die Verursacher der Infektion (E. coli, Klebsiella und Proteus). Beide Personengruppen sind zusätzlich besonders gefährdet, wenn eine reduzierte Immunabwehr vorliegt. Das zuerst befallene Organ ist stets die Harnblase. Wird nicht rechtzeitig und fachgerecht behandelt, besteht die Gefahr einer bakteriellen akuten oder chronischen Pyelonephritis. Ebenso können eine Pyelitis und eine Urethritis ausgelöst werden.