Der Eisengehalt im Blut könnte ein Schlüssel zur Verlangsamung des biologischen Alterungsprozesses sein und das gesunde Altern beeinflussen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie, an der u. a. das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns beteiligt war. Für die Studie wurden drei frühere Studien kombiniert, die sich auf unterschiedliche Punkte im Zusammenhang mit dem biologischen Altern konzentrierten: Lebensspanne, krankheitsfreie Lebensjahre (Gesundheitsspanne) und Langlebigkeit. Insgesamt flossen die genetischen Daten von mehr als einer Million Menschen in die Untersuchung ein. Die Forscher stellten fest, dass bei Menschen mit hoher Lebensspanne, hoher Gesundheitsspanne und/oder ausgeprägter Langlebigkeit Gene überrepräsentiert sind, die mit Eisen bzw. dem Eisenstoffwechsel in Verbindung stehen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem ein hoher Eisengehalt im Blut die Lebenserwartung und Gesundheitsspanne verkürzt. Von der Norm abweichende Eisenwerte stehen mit diversen altersbedingten Krankheiten wie Parkinson oder Herzkrankheiten und der zunehmenden Infektanfälligkeit im Alter in Verbindung. Eine Normalisierung von Eisenstoffwechsel und -werten könnte altersbedingt Schäden verhindern. Hierzu sind jedoch weitere Studien nötig.