Fachforum
Naturheilpraxis 12/2021

Grippe, Corona und Co. – Abwehrkräfte mobilisieren

Zur Corona-Pandemie gesellt sich auch diesen Winter die Gefahr, an einer Erkältung, einem grippalen Infekt oder gar der echten Influenza zu erkranken. Will man prophylaktisch etwas für sein Immunsystem tun, ist guter Rat teuer. Genau hier liegt unsere Aufgabe: Patienten dabei zu unterstützen, ihr Immunsystem von innen heraus zu stärken.

Ein Beitrag von Johannes W. Steinbach
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Lori Malkhassian / shutterstock.com

Eine naturheilkundliche Grundannahme lautet, dass unser Immunsystem nur dann funktionieren kann, wenn die Zusammensetzung des Bakterienmilieus des Dickdarms „stimmt“. Ein gesundes Darmmilieu gerät aber bereits in Gefahr, wenn es zum Beispiel zur Einnahme von Antibiotika kommt, die im besten Fall zwar die Bakterien bekämpfen, die sie bekämpfen sollen, häufig aber auch nützlichen Bakterien schaden, die anschließend im Dickdarm fehlen. Dadurch wird das Immunsystem aus naturheilkundlicher Sicht in seiner Funktion beeinträchtigt.

Auf jeden Fall empfiehlt sich eine Darmbehandlung im Rahmen einer Immunstärkung. Einige therapeutische Möglichkeiten möchte ich kurz vorstellen, die je nach Lage der Dinge in meiner Praxis Anwendung finden:

  • „Darmflora plus select“ (Dr. Wolz): Um das Immunsystem anzuregen, insbesondere im direkten Anschluss an eine Antibiotika-Einnahme, verwende ich häufig „Darmflora plus select“ von Dr. Wolz. Es handelt sich um ein probiotisch-hochdosiertes Nahrungsergänzungsmittel, das acht verschiedene Milchsäurekulturen enthält, die sich nach aktueller Studienlage in ihrer Wirkung unterstützen. Des Weiteren enthält das Nahrungsergänzungsmittel die Vitamine B1, B2, B6 und B12 sowie Biotin und Folsäure, um das Wachstum der Milchsäurebakterien sowie das Immunsystem und die Erhaltung bzw. Regeneration der Darmschleimhaut zu unterstützen.
    Dosierung i. d. R.: 4 Kapseln täglich zu den Mahlzeiten
  • „Lactasan“ (Spenglersan): Ein Präbiotikum zur Vorbereitung der Darmflora, das u. a. rechtsdrehende Milchsäure und Apfelessig enthält. Ergänzend ist Zinkbisglycinat enthalten, um die Nieren mit Zink zu versorgen und zu optimaler Funktion anzuregen. Außerdem enthält das Präparat Kalziumkarbonat zur intrazellulären Entsäuerung und das langkettige Kohlenhydrat Inulin aus der Artischocke.
    Dosierung i. d. R.: 2-mal 2 Kapseln täglich mit ausreichend Flüssigkeit
  • „Intestisan“ (Spenglersan): Ein Probiotikum, das sich gut mit vorgenanntem Lactasan kombinieren lässt und u. a. sieben unterschiedliche Bakterienstämme der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium enthält. Deren Stoffwechselprodukte wirken laut Hersteller wiederum positiv auf das Immunsystem und tragen zur regenerativen Besiedelung des Darms bei. Ernährt werden diese Bakterienstämme indes durch das bereits erwähnte Inulin: zum einen ggf. das Inulin aus dem Lactasan; zum anderen das Inulin, das Intestisan selbst enthält.
    Dosierung i. d. R.: 2-mal 1 Kapsel täglich mit ausreichend Flüssigkeit

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Naturheilpraxis 12/2021

Erschienen am 01. Dezember 2021