Im Sommer 2017 reiste Wolf-Dieter Storl in die Mongolei und nach Sibirien. Seine Erlebnisse hat er im Buch „Wolfsmedizin“ (AT Verlag) beschrieben. Über seine Beziehung zu Pflanzen und insbesondere zu Heilpflanzen und natürlich über seine Reise zu den Schamanen der Grassteppe Sibiriens und der Nordmongolei habe ich mit ihm gesprochen.

Herr Storl, mehrfach habe ich Sie bei Vorträgen gehört. Jedes Mal hatten Sie auf dem Weg zum Vortragssaal noch Pflanzen gepflückt und sich ins Haar gesteckt. Ist das ein Ritual, das Ihnen Kraft für den Vortrag gibt?

Bei Vorträgen, insbesondere aber, wenn ich mich in der lebensfernen elektronischen Welt des Fernsehstudios befinde, trage ich gerne Gundermann im Haar. Das Kräutlein ist immer mit der Erde verbunden, an jedem Knoten kann es Wurzeln treiben. Es hält mich also in Verbindung mit der lebenden Erde.