Fachforum
Naturheilpraxis 01/2022

Glutensensitivität, Weizenallergie und Zöliakie

Immer mehr Menschen verzichten auf Nahrung aus Getreide– aus verschiedenen Gründen. Vor allem die Speicherproteine im Getreide werden als Problem angeführt. Gluten, das Speicherprotein im Weizen, ist am bekanntesten und stellt für einige Menschen ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dar.

Im Gespräch mit Dr. Marc Schneider
Lesezeit: ca. 10 Minuten
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Glutensensitivität, Weizenallergie und Zöliakie sind Gesundheitsstörungen, die sorgfältig voneinander unterschieden werden müssen. Mit welchen gesundheitlichen Problemen die Betroffenen rechnen müssen und wie sich die drei verwandten Gesundheitsstörungen voneinander unterscheiden, wurde im ersten Teil des Interviews (Ausgabe 12/2021) mit Dr. Marc Schneider, Geschäftsführer der ineo Pharma GmbH, besprochen. Wie Zöliakiebetroffene und Patienten mit einer Glutensensitivität ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen können, das ist Thema im zweiten Teil des Interviews.

Wie viel Gluten können Betroffene zu sich nehmen, ohne dass mit negativen Wirkungen zu rechnen ist? Können Sie anhand von Mengenangaben von Nahrungsmitteln die aufgenommenen Glutenmengen veranschaulichen?

Das ist eine Frage, die man so nicht beantworten kann. Die Wissenschaft diskutiert darüber und hat sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Das spiegelt sich auch in den nationalen Regularien wider, wie vermeintlich „glutenfreie“ Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen. Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob die Betroffenen eine Glutensensitivität oder eine Zöliakie haben. Personen mit einer Glutensensitivität vertragen in der Regel kleine Mengen Gluten und müssen für sich selbst herausfinden, wo ihre persönliche Toleranzschwelle liegt. Da man heute davon ausgeht, dass Gluten bei Menschen mit Glutensensitivität keine nachhaltigen Schäden verursacht, können Betroffene nach dem „trial-and-error“-Prinzip vorgehen und ein Gefühl für ihre Toleranzschwelle entwickeln. Enzympräparate können dabei helfen, diese Toleranzschwelle nach oben zu schieben, sodass größere Mengen an Gluten wieder verzehrt werden können, ohne Symptome zu verursachen.

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Naturheilpraxis 01/2022

Erschienen am 04. Januar 2022