Bei der Auswertung von 185 prospektiven und 58 klinischen Studien mit 4 635 Teilnehmern kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass das allgemeine Sterberisiko von Personen, die die höchste Menge an Ballaststoffen aufgenommen hatten, um mindestens 15 % niedriger war als das von Menschen mit der niedrigsten konsumierten Ballaststoffmenge. Darüber hinaus wurden bei ihnen seltener ein kolorektales Karzinom, Diabetes mellitus Typ 2 oder kardiovaskuläre Erkrankungen einschließlich Herzinfarkt und Apoplex diagnostiziert. Sie wogen weniger, hatten einen tieferen systolischen Blutdruck und niedrigere Cholesterinspiegel im Blut.
Am deutlichsten war der Effekt bei Studienteilnehmern, die täglich 25 bis 29 g Ballaststoffe aufgenommen hatten. Die Forscher gehen davon aus, dass mit höheren Mengen ein zusätzlicher präventiver Nutzen für die Gesundheit verbunden ist. Sie schließen aus den erhobenen Daten, dass eine vollwertige Ernährung für die Allgemeinbevölkerung mit vielen gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Unklar ist ihr allerdings, welchen Nutzen sie für Patienten mit chronischen Erkrankungen haben. Der glykämische Index und die glykämische Last der Lebensmittel hatten auf die berücksichtigten Krankheitsrisiken keinen signifikanten Einfluss. Autorin: Sabine Ritter