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Naturheilpraxis 10/2019

Geriatrie: Naturstoffe gewinnen an Stellenwert

Typische Alterskrankheiten, so schätzen Geriater, werden bis zum Jahr 2050 zunehmen, was nicht allein dem demografischen Wandel geschuldet ist. Bei vielen Beschwerden älterer Menschen lohnt es sich, auf natürliche Heilmittel zurückzugreifen, deren breites Wirkprofil in mehr und mehr Studien inzwischen nachgewiesen ist.

Ein Beitrag von Martina Schneider
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„Man kann nicht so schnell denken wie früher und macht mehr Fehler. Aber wie man damit umgeht, das ist ein Bestandteil der Lebensklugheit. Wenn man weniger Territorium hat, wenn man weniger auf der Bank hat, wenn man weniger Potenzial hat, muss man sich um weniger kümmern und konzentriert sich auf wenige Dinge, nämlich auf die, die einem wichtig sind. Man arbeitet härter daran und sucht nach Wegen der Kompensation.“ Eine Schlussfolgerung, die der Psychologe und Gerontologe Paul B. Baltes († 2006) aus seiner Arbeit als Altersforscher gezogen hat. Doch von Jahr zu Jahr häufiger kommen alt gewordene Menschen nicht an den Zeitpunkt heran, an dem sie nach Wegen der Kompensation suchen könnten. So das Fazit von Prof. Dr. Dr. Dieter Loew, Arzt für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie, Wiesbaden: „Bis zum Jahr 2050 werden Krankheiten wie Makuladegeneration, Glaukom, Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Oberschenkelhalsfraktur, Kolonkarzinom und Prostatakarzinom zunehmen.“

Zu typischen Alterskrankheiten zählt Loew:

  • Abnahme der Zellteilungsrate mit Altersatrophie
  • Funktionseinschränkung der Verdauungsorgane mit verminderter Absorption fettlöslicher Vitamine
  • endokrine Pankreasinsuffizienz (Diabetes mellitus)
  • Linsentrübung
  • Makuladegeneration
  • Schwerhörigkeit
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • peripher-arterielle Verschlusskrankheit
  • Demenz
  • benignes Prostata-Syndrom
  • Inkontinenz
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Depression
  • Suizidalität
  • Krebserkrankung

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Naturheilpraxis 10/2019

Erschienen am 01. Oktober 2019