In den Frauenzeitungen und im Fernsehen nimmt die Werbung für Inkontinenzeinlagen seit ein paar Jahren deutlich zu. Mit fröhlichen Werbespots soll das Tabuthema aus der Peinlichkeitsecke geholt werden. Was sagt uns das? Wenn die Werbung zu diesem Thema so offensiv ist, kann man damit viel Geld verdienen. Und das wiederum bedeutet, dass sehr viele Frauen ein Problem mit der Harninkontinenz haben. 

Bereits 2002 haben die Krankenkassen jährlich über 2 Milliarden Euro für die Inkontinenzversorgung ausgegeben (1). Ca. 6 Millionen Frauen leiden unter Inkontinenz, die Dunkelziffer dürfte doppelt so hoch sein (2).
Die Spannbreite der Inkontinenz ist sehr weit gefächert. Manche Frauen verlieren lediglich ein paar Tropfen Urin beim Lachen, Husten oder Niesen. Anderen gehen hingegen richtig große Mengen Urin ab.

Die Hersteller von Einlagen haben sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingestellt und bieten ein breites Spektrum unterschiedlichster Inkontinenzeinlagen an. Jeder Besuch eines Drogeriemarktes macht die Bedeutung des Problems offensichtlich.
Nebenbei bemerkt: Inzwischen gibt es auch waschbare Unterwäsche mit integrierten Einlagen für Kinder und Erwachsene. Das minimiert die Kosten und den Müll. Gerade für Kinder, die Kontinenzprobleme haben, gibt es Schlafanzughosen, die den nächtlichen Urin auffangen. Das schont die Nerven von Eltern und Kindern, und die Kinder können auch mal bei Freunden übernachten, ohne dass es peinlich wird.