Schwerpunkt
Naturheilpraxis 04/2019

Frühlingssalat mit frischen Kräutern

Heilsames vom Wegesrand

Gerade im Frühling, wenn der Körper von der winterlichen Vorrats- und Festhaltetaktik lassen kann und das zunehmende Licht ins Freie lockt, bieten sich gute Gelegenheiten, sich innerlich zu reinigen und zu entschlacken. Wie Giersch, Knoblauchrauke und Gänseblümchen hier beste Dienste leisten, wird im Beitrag dargestellt.

Ein Beitrag von Bernd Hertling
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Man kann mit Blutreinigungskuren, von Aderlässen über Schröpfkuren bis hin zum Saftfasten, viel unternehmen. Doch wer sich dazu nicht aufraffen kann oder will, kann sich vielleicht mithilfe rezidivierend zugeführter Wildkräutersalate ein wenig auf die Sprünge helfen.

Ganz bewusst habe ich in der Überschrift das Wörtchen „mit“ und nicht „aus“ gewählt. Natürlich könnte man auch einen Salat nur aus Wildpflanzen machen, doch setzt dies schon eine gewisse Gewöhnung an die eher herben Geschmackskomponenten, die diesen innewohnen, voraus. Ich habe mich dafür entschieden, lieber eine Trias von Pflanzen eingehender zu beschreiben, als über viele wenig zu bringen.

Wo gibt es noch Wildkräuter?

„Die Ärzt sehn ein aufgemutzt Holz von Übersee aber was vor ihren Augen wächst, das sehn sie nit“, sagte vor circa fünfhundert Jahren Paracelsus, und sein Bonmot kann auch heute noch eine gewisse Gültigkeit für sich in Anspruch nehmen. Es wird zunehmend schwierig, an die nötigen „Rohstoffe“ heranzukommen, in Zeiten, in denen herrenloses Obst an Wegesrändern an den Bäumen verfault und Beeren achtlos liegen gelassen werden. Da die Gaben, mit welchen uns die Natur bedenkt, mit Füßen getreten werden und Kräuterinseln dem Ordnungswahn weichen müssen, und alles, was nicht dem Neunziggradwinkel gehorchen will, mithilfe von Mährobotern und Motorsägen radikal verstümmelt und zu Tode „gepflegt“ wird. Insofern sind die Wegesränder hier eher symbolisch zu verstehen, da die wenigsten Wege ein unbekümmertes Begleitgrün auszeichnet – selbst an Fuß- und Radwegen erfahren sie eine Mahd, die oftmals bis ins Erdreich reicht und alles ausrottet, was da blühen und gedeihen könnte. Neben den eben erwähnten Vorgaben behindern auch überdüngte Flächen das Sammeln der Wildkräuter, außerdem abgasverseuchte Wegränder und zuletzt Naturschutzgebiete, in welchen jegliches Sammeln von Pflanzen, auch nicht bedrohter Arten streng untersagt ist.

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Naturheilpraxis 04/2019

Erschienen am 01. April 2019