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Naturheilpraxis 04/2021

Frauenherzen schlagen anders

Risikofaktoren Übergewicht und Adipositas

Das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen bei Frauen wurde lange Zeit unterschätzt. Das Auftreten kardialer Ereignisse, z. B. eines Myokardinfarkts, wurde vorrangig den Männern zugeordnet. Aktuelle Forschungsergebnisse und Statistiken zeigen, dass Frauen in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso gefährdet sind wie Männer.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Michaela Döll
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Untypische und komplexere Beschwerdebilder von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen verhindern in der täglichen Praxis nicht selten die Diagnostik und rechtzeitige intensivmedizinische Betreuung. Daher sollten Frauen diesbezüglich mehr Aufmerksamkeit erfahren. Bestehende kardiale Risikofaktoren (u. a. Übergewicht/Adipositas) sollten hier unbedingt ernst genommen und rechtzeitig behandelt werden. Gewichtsreduzierende Maßnahmen sollten den üblicherweise trägeren Stoffwechsel von Frauen im Blick haben und unterstützende, kausale Therapieansätze für den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel bieten. Studiengeprüfte Pflanzenextrakte stellen hierbei eine gute Möglichkeit dar.

Frauen ziehen in der Kardiologie oft den Kürzeren

Frauen wurden über Jahrzehnte aus kardiologischen Studien ausgeschlossen bzw. waren in diesen unterrepräsentiert. Inzwischen liegt allerdings eine Reihe von Daten vor, aus denen hervorgeht, dass das weibliche Herz einige Besonderheiten aufweist. So sagt man Frauen oft nach, dass sie ein „großes Herz“ haben – das Gegenteil ist der Fall. Das Organ ist deutlich kleiner als jenes der Männer, hat ein niedrigeres Gewicht und zeigt feinere Koronararterien. Letztere neigen mit zunehmendem Lebensalter zu Elastizitätsverlust, während bei den Männern eher die Leistungsfähigkeit des Herzens mit den Jahren abnimmt. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zwischen den Geschlechtern. Das weibliche Herz gilt im Allgemeinen zwar als sehr leistungsfähig – schließlich muss es Schwangerschaften und Geburten überstehen –, es ist allerdings viel empfindlicher als das der Männer und neigt mehr zu Extrasystolen, die Arrhythmien begünstigen können.

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Naturheilpraxis 04/2021

Erschienen am 01. April 2021