Eine neue Studie der Universität Bonn geht der Frage nach, welche Ernährungsform am gesündesten ist. Dabei hat sie aber auch die Folgen der jeweiligen Ernährung für Tiere und Umwelt in die Untersuchung einbezogen. Juliana Paris vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn und ihr Team haben dazu die Produkte analysiert, die die Menschen aus Nordrhein-Westfalen essen und trinken. Diese Kost diente als Referenzernährung, um drei verschiedenen Ernährungsvarianten vergleichbar zu machen: die Ernährung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Mittelmeer-Diät und die vegane Ernährung. Die Auswirkungen auf das Tierwohl und die Umwelt wurden geschätzt anhand verschiedener Indikatoren.

Jede der drei Ernährungsformen wäre demnach gegenüber der Referenzernährung von Vorteil. Nach dieser Studie wäre die vegane Ernährung unter den Aspekten Gesundheit, Tierwohl und Umwelt am vorteilhaftesten. Ungünstig sind der hohe Wasserverbrauch bei der Erzeugung veganer Lebensmittel und die verminderte Zufuhr von Vitamin B12, Vitamin D und Kalzium. Die mediterrane Diät ist laut Studie zwar gesund, negativ zu betrachten sind ebenfalls ein erhöhter Wasserbedarf und die Auswirkungen auf Fische und Bienen. Die Empfehlungen der DGE werden positiv bewertet, sind allerdings im Hinblick auf die Gesundheit den beiden Alternativen unterlegen. Wer aber öfter auf Fleisch zugunsten von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten verzichtet, hilft dem Tierwohl und der Umwelt.

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