Mithilfe von Flavonoiden kann der kognitive Abbau im Alter möglicherweise verlangsamt werden. Das legt eine neue Analyse von zwei großangelegten US-amerikanischen Studien mit über 20-jähriger Nachbeobachtungszeit nahe (Nurses‘ Health Study und Health Professionals Follow-up Study). Die insgesamt über 77 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten regelmäßig Fragebögen zum subjektiv empfundenen kognitiven Abbau sowie zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Aus den Ernährungsfragebögen wurde die individuelle Flavonoidaufnahme rekonstruiert. Durchschnittlich nahmen die Probandinnen und Probanden über ihre Nahrung täglich 345 mg Flavonoide zu sich. Unter Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren zeigte sich eine signifikante Assoziation zwischen Flavonoidaufnahme und kognitivem Abbau: Je mehr Flavonoide aufgenommen wurden, desto moderater fiel der Abbau aus. Am stärksten ausgeprägt war diese Dosis-Wirkungs-Beziehung für Flavone und Flavanone sowie Anthocyanine. Der Konsum von flavonoidreichen Lebensmitteln könnte also dazu beitragen, kognitive Funktionen aufrechtzuerhalten. Da der kognitive Abbau in den Studien allerdings nur auf subjektiven Einschätzungen beruhte, sind weitere Studien nötig, um dies bestätigen. 

Quelle

Springer Medizin. n.rpv.media/3y1