Rund 15 Prozent der Bevölkerung leiden an einer Laktoseintoleranz, doch mehr als 15 000 Medikamente in Deutschland enthalten den Milchzucker. Als einer der wichtigsten medikamentösen Hilfsstoffe findet sich Laktose nicht nur in Tabletten, sondern auch in Kapseln oder Brausetabletten.
Zwar reicht die enthaltene Laktosemenge allein meist nicht aus, um Beschwerden auszulösen, dennoch kann zum Beispiel bei der Einnahme mehrerer laktosehaltiger Tabletten pro Tag die Reizschwelle überschritten werden. Problematisch können auch Molke, Fruktose, Gluten oder tierische Bestandteile in verschiedenen Präparaten werden, sei es aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen.
Die App WhatsIn My Meds weist Patienten auf verschiedenste Inhaltsstoffe hin, die für den ein oder anderen „schwer verdaulich“ sein können. Nach der Erstellung eines individuellen Profils filtert die App Medikamente mit unerwünschten Bestandteilen aus der Trefferliste heraus. Sie ist kostenlos für Android und iPhone erhältlich und wird nach einer Übergangszeit auf eine Bezahlversion mit zusätzlichen Funktionen umgestellt werden.