Schwerpunkt
Naturheilpraxis 07/2019

Fibromyalgie

Naturheilkunde für eine chronische Schmerzerkrankung

Mit der Leitsymptomatik "nichtentzündliche Muskel- und Gelenkschmerzen" zählt Fibromyalgie zu den chronischen Schmerzerkrankungen. Viele unterschiedliche Begleitsymptome prägen das Gesamtbild des Fibromyalgie-Syndroms und erfordern individuelle Therapieansätze.

Ein Beitrag von Stefan Duschl
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Die Ursachen des Fibromyalgie-Syndroms sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Betrachten wir die letzten 20 Jahre, so ergeben sich aus Anamnesegesprächen und Untersuchungen zahlreiche Faktoren, die Ursachen für die Entstehung der Krankheit sein können. Fasst man die einzelnen Faktoren zusammen, so lassen sich für die Krankheitsentstehung drei Schwerpunktbereiche ausmachen. Erstens die körperliche Disposition mit einem vorgeschädigten Stress-Abwehrmechanismus oder vorausgegangene Infekte mit Borrelien. Zweitens können auf psychischer Ebene Traumageschehen wie körperliche oder sexuelle Gewalt eine Rolle spielen. Und drittens kann ein perfektionistisches Verhaltensmuster sich selbst und anderen gegenüber zu Belastungen in den Beziehungen zwischen Familie, Kollegen und Freunden führen, die sich zum Beispiel in vegetativen Symptomen zeigen.

Die Symptomatik lässt sich ebenfalls in drei Kategorien einteilen. Im Bereich der Schmerzsymptomatik klagen die Patienten über Muskel-, Gelenk-, Kopf- und Rückenschmerzen. In der Schlafanamnese berichten sie über verändertes Schlafverhalten, Ein- und Durchschlafstörungen oder Restless-Legs-Syndrom. Die vegetativen Symptome sind in ihrem Vorkommen und ihrer Intensität von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Hauptsächlich äußern sie sich in Kreislaufbeschwerden, Reizdarm, Reizblase, Erschöpfung, Ängsten und Depressionen. Bis zur Diagnosestellung wird der Patient über viele Monate in allen medizinischen Bereichen untersucht, um zur Ausschlussdiagnose „Fibromyalgie-Syndrom“ zu gelangen.

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Naturheilpraxis 07/2019

Erschienen am 01. Juli 2019