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Eine fettreiche Ernährung allein verursacht noch keine Fettleber. Entscheidender für die Erhöhung der Fettsäuresynthese in der Leber ist laut einer neuen Studie die übermäßige Aufnahme von Fruktose, wie sie in der Lebensmittelindustrie zum Süßen von Getränken, Soßen und verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt wird. Beim Verzehr von Obst hingegen ist die Menge der aufgenommenen Fruktose viel geringer. Das Problem: Da es noch keine spezifische pharmakologische Therapie gibt, kann eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) bislang lediglich mit gesunder Ernährung und Bewegung behandelt werden. Leider ist eine Fettleber Ausgangspunkt für schwerwiegendere Erkrankungen wie Steatohepatitis und Zirrhose. Die Auswirkungen von flüssiger, aus Maissirup gewonnener, Fruktose untersuchte daher eine Studie an einem experimentellen Mausmodell, die von Professor Juan Carlos Laguna von der Fakultät für Pharmazie und Lebensmittelwissenschaften, dem Institut für Biomedizin der Universität Barcelona (IBUB) und dem Biomedizinischen Forschungszentrum für Physiopathologie der Adipositas und Ernährung (CIBEROBN) geleitet wird. Das Tiermodell ist von potenziellem Interesse für die Untersuchung künftiger Medikamente.

Quelle

Bionity. n.rpv.media/4o7

Dieser Artikel ist erschienen in

Naturheilpraxis 04/2022

Erschienen am 01. April 2022