Fatigue kommt nicht nur bei Krebs und nach Infektionen vor, sondern auch verstärkt bei Arthritis, Darmerkrankungen, neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Parkinson und ist natürlich Leitsymptom beim chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS, chronisches Fatigue-Syndrom).

Häufig wird Fatigue von Schlafstörungen, kognitiven Verlusten, depressiven Verstimmungen und Schmerzen begleitet. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität stark und ist oftmals für Krebspatienten schwieriger zu ertragen als Schmerzen, die besser behandelbar sind.

Oxidativer Stress, eine gestörte Schlafhomöostase, mitochondriale Dysfunktion, Immunaktivierung und (Neuro-)Entzündung können sich in einem pathophysiologischen Teufelskreis bei Fatigue gegenseitig verstärken (1). Reaktive Sauerstoffverbindungen stören z. B. die Bildung und Funktion wichtiger Neurotransmitter und beeinträchtigen die Durchblutung. Vitamin C ist eines der wirksamsten physiologischen Antioxidantien, das entzündungshemmende Wirkungen zeigt, insbesondere wenn es in pharmakologischen Dosen intravenös verabreicht wird. Es ist zusammen mit den B-Vitaminen B6, B9 und B12 wichtig für die Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin und kann eine insuffiziente Funktion der Blutgefäße wiederherstellen.