Zu viel, zu süß, zu fett – wer sich mit „westlicher Diät“ ernährt, läuft Gefahr, dass sein Immunsystem immer aggressiver reagiert und dass er an Arteriosklerose, Diabetes oder Arthritis erkrankt. Bonner Forschern ist es gelungen, einen „Fast-Food-Sensor“ zu identifizieren, der, wird er durch ungesunde Ernährung gereizt, epigenetische Änderungen anregt, sodass das Immunsystem schon auf kleine Reize mit stärkeren Entzündungen antwortet.

Gehärtete Fette, Weißmehl, wenig Ballaststoffe, stattdessen raffinierter Zucker in Mengen. Wer sich hauptsächlich so ernährt, nimmt drastisch zu, wird schneller ernsthaft krank und stirbt früher. Harte Nachrichten haben Wissenschaftler für Anhänger der sogenannten westlichen Diät parat. Doch es kommt noch dicker. „Auf eine fett- und kalorienreiche Kost reagiert das Immunsystem ähnlich wie auf eine bakterielle Infektion“, sagt Prof. Dr. Joachim Schultze vom Life & Medical Sciences Institute der Universität Bonn und vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zum Ergebnis einer aktuellen Studie. Noch mehr beunruhigt die Erkenntnis, dass ungesundes Essen die Körperabwehr langfristig aggressiver macht: „Auch lange Zeit nach Umstellung auf gesunde Kost kommt es schneller zu Entzündungen, die wiederum direkt Arteriosklerose und Diabetes fördern.“ (1)