Bestimmte genetische Merkmale werden von Generation zu Generation weitergegeben, das offenbart eine ausführliche Familienanamnese immer wieder. Bestätigt sich dies auch in der Irisdiagnose?

Betrachten wir die Augen einer Familie unter folgenden Aspekten: Wie zeigt sich die Konstitution der einzelnen Personen und welche homöopathischen Konstitutionsmittel ergeben sich aus diesen Grundlagen? Gleichzeitig möchte ich aufzeigen, welche iridologischen Zeichen in die Folgegeneration weitergereicht werden und ob es ggf. von homöopathischer Seite übergeordnete Themen mit entsprechenden Mitteln gibt, die ein Familiensystem zusammenhalten.

Die Mutter

Das neurogen-lymphatische Grundmuster sticht sofort heraus (Abb. 1 und 2). Besonders richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Zentrum des Auges, die Heterochromie, die partiell ungleichmäßig, vorwiegend frontal angesiedelt ist. Die Frage nach dem Ursprung klärt sich im Gespräch mit der Patientin schnell, ihre Augenfarbe änderte sich mit 6 Jahren, zu diesem Zeitpunkt dunkelten diese ein, ihre Grünäugigkeit manifestierte sich. Die Mehrfarbigkeit der Krausenzone, ihre ausgezackte Konfiguration und das grobe, ungleichmäßige Relief weisen auf den Schwerpunkt Verdauungssystem im Allgemeinen hin; insbesondere auf Sekretion der Verdauungsdrüsen, Dysbiose und Zusammensetzung des Mikrobioms. Es stellt sich eine lange bestehende Magersucht heraus, die im wahrsten Sinne ihr „Zentrum“ erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat. Können wir den hellen Aufriss innerhalb der Krause bei 59′ dem Brechzentrum nach Josef Angerer zuordnen und als Folgeerscheinung der Bulimie werten?