Fachforum
Naturheilpraxis 07/2021

Faktencheck Homöopathiekritik: Homöopathie als Therapiekonzept

Teil 1

In dieser Zeitschrift wurden vor einem Jahr in einem Faktencheck zur Homöopathiekritik speziell die homöopathischen Arzneimittel in den Blick genommen (N 7/2020). In dieser Fortsetzung steht das Therapiekonzept der Homöopathie im Fokus. Im ersten Teil geht es im Folgenden um die Arzneimittelkenntnis und die grundsätzlichen Möglichkeiten Arzneien anzuwenden.

Ein Beitrag von Roger Rissel
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Die Vorstellungen darüber, was Homöopathie ist, sind sehr unterschiedlich, auch unter Homöopathen. So wird Homöopathie als energetisches Heilverfahren bezeichnet, es wird ein eigenes wissenschaftliches Paradigma für die Homöopathie beansprucht, oder die Vorstellungen über die Methode und ihre Wirkungsweise gehen ins Esoterische. In der sehr laut gewordenen Kritik an der Homöopathie wird behauptet, dass Homöopathie als Therapiekonzept unwissenschaftlich sei. Deshalb wird hier die Homöopathie als Konzept einer Arzneimitteltherapie dargestellt, die im Vergleich zur Arzneimitteltherapie der konventionellen Medizin Gemeinsamkeiten und Besonderheiten aufweist. Naturwissenschaftliche Aspekte werden – soweit dies möglich ist – miteinbezogen. Auf diese Weise wird deutlich, dass das grundlegende Konzept der Homöopathie sinnvoll und nachvollziehbar ist. Der Kritik an der Homöopathie werden angemessene Fakten gegenübergestellt.

Arzneimittelkenntnis

Eine wesentliche Forderung für eine sichere Arzneimittelanwendung liegt darin, die Wirkungen eines Stoffes zu kennen. In der konventionellen Medizin (Schulmedizin) ist dies gleichbedeutend mit den Wirkungen, die eine Arznei auf den Menschen hat. Dies ist heute so und war eine der Maximen, die bei der Entwicklung des Therapieverfahrens Homöopathie zugrunde gelegt wurden (vgl. 1: §§ 105, 106, 108, 110). Bei der Entwicklung neuer Arzneimittel in der konventionellen Medizin wird ein Arzneistoff in einer klinischen Studie am Menschen geprüft, wenn er alle Anforderungen der präklinischen Erforschung erfüllt hat. In der Phase-I-Studie der klinischen Prüfung wird dabei ein Stoff auf seine Wirkungen (s. Kasten) am gesunden Menschen geprüft (2).

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Naturheilpraxis 07/2021

Erschienen am 01. Juli 2021