In dieser Fortsetzung des Faktenchecks zur Homöopathiekritik steht das Therapiekonzept der Homöopathie im Fokus. In der letzten Ausgabe wurden bereits die Kritik an der Arzneimittelkenntnis sowie an der Arzneimittelanwendung näher beleuchtet. Dieser zweite Teil knüpft nun mit der homöopathischen Arzneimittelwahl an den vorausgegangenen Artikel an.

Im Folgenden wirdder Faktencheck zur Kritik an homöopathischer Arzneimittelwahl, Dosierung und beobachtbaren Effekten fortgeführt.

Die homöopathische Arzneimittelwahl

Wesentlich für die homöopathische Wahl eines Arzneimittels ist, dass alle relevanten Krankheitssymptome eines Patienten berücksichtigt werden müssen. Dies ist ein grundlegender Unterschied zur Anwendung von Arzneistoffen aufgrund einer entgegengesetzten Wirkung. Die Berücksichtigung möglichst aller, bei einem Patienten im Zusammenhang mit seiner Erkrankung aufgetretenen, Symptome führt zur Wahl eines wirksamen Arzneimittels. So können beispielsweise die zur Behandlung von fiebrigen Erkrankungen infrage kommenden Arzneimittel anhand der weiteren Symptome, die ein Patient zeigt, differenziert werden, um so das am besten nach Ähnlichkeit passende Arzneimittel ausfindig zu machen. Weitere Symptome können beispielsweise sein, ob das Fieber plötzlich und mit hoher Temperatur oder allmählich mit mäßiger Temperaturerhöhung auftritt. Auch das Fieber begleitende Symptome wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen usw. sind mit ihrer individuellen Ausprägung von Bedeutung. Dass eine Behandlung mit Homöopathie nur dann erfolgen kann, wenn nicht einer anderen Therapie der Vorzug zu geben ist, wird als selbstverständlich betrachtet.