Die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, die mit einem Versiegen der für die Bauchspeicheldrüse typischen Enzyme wie Proteasen, Amylasen und Lipasen einhergeht. Letztere Enzymgruppe, die Lipasen, ist davon am meisten betroffen. Dies hat negative Auswirkungen auf die Verdauungsleistung und äußert sich in Dyspepsie, Maldigestion und Malabsorption. In diesem Artikel soll aufgezeigt werden, wie der exokrinen Pankreasinsuffizienz mit einem Enzympräparat nichttierischer Herkunft natürlich und effizient begegnet werden kann.

Abb. 1: Aufspaltung der Nahrungsbestandteile im Dünndarm durch Gallenblase und BauchspeicheldrüsePeter Schwarz
Abb. 1: Aufspaltung der Nahrungsbestandteile im Dünndarm durch Gallenblase und Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse ist ein längliches Organ, das sich quer im Oberbauch auf Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbels befindet. An ihr werden ein Kopf (Caput pancreatis), Körper (Corpus pancreatis) und Schwanz (Cauda pancreatis) differenziert. Die Drüse wird auf ihrer ganzen Länge vom Bauchspeicheldrüsengang(Ductus pancreaticus) durchzogen, der  zusammen mit dem Gallengang (Ductus choledochus) an der Vater-Papille in das Duodenum mündet (s. Abb. 1).