Körperliche Aktivität verlängert das Leben unabhängig davon, in welchem Alter man damit beginnt – und auch unabhängig davon, wie gesund man zuvor war. Dies bestätigte eine große Kohortenstudie der University of Cambridge mit fast 15 000 Teilnehmern im Alter zwischen 40 und 79 Jahren. Erstmals wurden im Rahmen dieser Studie quantitative Daten zum Zusammenhang von Bewegung und Lebenszeit erhoben. Dabei wurden auch Veränderungen der Aktivität während des Beobachtungszeitraums von 7 bis 11 Jahren erfasst. Anschließend wurden über weitere 12 Jahre Daten zur Sterblichkeit der Probanden registriert. Die Wissenschaftler berechneten auf Grundlage der Angaben der Teilnehmer in Fragebögen deren Energieverbrauch durch körperliche Aktivität (Physical Activity Energy Expenditure, PAEE), die körperliche Aktivität und die Herzfrequenz in Ruhe. Stieg der PAEE-Wert während des Untersuchungszeitraums an, sank das Sterberisiko. Dies galt auch für Teilnehmer, die sich zu Studienbeginn sehr wenig bewegten oder währenddessen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Krebs erkrankten. Würden die Menschen die WHO-Empfehlungen von 150 Minuten mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität pro Woche einhalten, ließen sich wohl 46 Prozent der Todesfälle aufgrund von Bewegungsmangel vermeiden, so die Forscher. Autorin: Sabine Ritter